Was sind Zertifkate u. deren Vorteile ?

Welche Zertifikats-typen gibt es ?

Allg. Berechnung von Zertifikaten...

Berechnung des Hebels & seine Wirkung

Berechnung des Aufgelds

Wo kann man Zertifikate am besten handeln ?

Basiswert fällt unter KnockOut und steigt wieder darüber


Welche Zertifikats-Typen gibt es ?

Bei Zertifikaten wird zwischen Index-/Basket- und Aktien-Zertifikaten unterschieden.

* Indexzertifikate....
-sind Wertpapiere, die dem Inhaber das Recht auf einen Index verbriefen, dabei partiziert das Zertifikat von dem Anstieg der Indices (zB: Dax,DowJones)
-sind dem entsprechendem Punktestand des Indexes genau nachgebildet
-sind im Gegensatz zu Investmentfonds billiger, da Ausgabeaufschläge und Verwaltungskosten i.d.R. nicht anfallen.

* Preisfindung.....
hängt von dem Verlauf des Index ab. Bei einem DAX von 7000 Punkten kann der der Anleger je nach Zertifikatgestaltung ein Ganzes (1), ein Zehntel (1/10) oder ein Hundertstel (1/100) des Indexes erwerben. So kostet denn das Zertifikat 7000, 700 oder 70 €.
Nach Verfall/Ablauf des Zertifikats zahlt der Emittent den entsprechenden Anteil des aktuellen Index aus.
Würde in unserem Beispiel der Dax bei 14000 Punkten stehen, so hätte das Zertifikat 100% performt.

* Laufzeit....
des Zertifikats wird von dem Emittenten vorher festgelegt (i.d.R. geht diese nicht über 5 Jahre).
Es gibt jedoch auch Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit.Die Zertifikate können selbstverständlich schon vorher verkauft werden, da sie ja wie Aktien handelbar sind.

* Wertzuwachs...
eines Indexzertifikats gilt für das Zertifikat als Kursgewinn u. ist nach Ablauf von 12 Monaten steuerfrei . die Spekulationsstuer entfällt.

* Inhaber...
eines BasketZertifikats (Aktienkorb) beteiligen Sie sich an der Kursentwicklung der darin enthaltenen Aktien, ohne alle einzeln kaufen zu müssen. So sind, je nach AUflegung des Baskets, verschiedene Aktien dort enthalten, die entweder gleich oder unterschiedlich gewichtet sind.Ein Basket kann nach Ländern,Regionen oder Branchen ausgerichtet werden.
Zudem kann der Basket konservativ oder spekulativ ausgerichtet sein.
Der Anleger kann somit mit geringerem Geldeinsatz an der Wertentwicklung einer ganzen Branche (zB) partizieren.

* Kurse....
werden im Tagesverlauf immerwährend neu festgesetzt (während bei Investmendfonds der aktuelle Kurs erst nach Börsenschluß ermittelt wird).

* Aktienzertifikate....
werden meistens als "Kickstart", "Sprint", "Turbo" oder "Speed" emittiert und weisen eine sehr gute "Hebel"-Wirkung in bezug auf die Aktie auf. Ihre Laufzeit ist meist auf 1-2 Jahre begrenzt.
Notiert die Aktie nach Ablauf dieser Zeit innerhalb einer vorher festgesetzten Kursspanne, so erhält der Anleger von dem Emittenten zB den doppelten Kursgewinn. Notiert die Aktie darunter, so erhält der ANleger die Aktie (und macht damit Verlust).
Steigt der Kurs der Aktie über die festges. Kursspanne, so zahlt der Emittent nur einen Teil des Gewinns aus. Der Gewinnzuwachs ist also beschränkt.



Discount-Zertifikate/Sale-Zertifikate

Der Emittent hat am Laufzeitende das Wahlrecht entweder das Zertifikat zum Höchstwert zurückzuzahlen oder den Basiswert zu liefern.
Der Basiswert wird dann mit einem Abschlag auf den aktuellen Kurs (sog. Sicherheits-/Risikopuffer) ausgeliefert.
Jedoch partizipiert der Anleger nicht unbegrenzt an der positiven Wertentwicklung des Basiswerts.
Diese Grenze des Basiswerts heißt Cap oder Referenzpreis. Discountzertifikate bieten sich bei Seitwärts-/leichte Aufwärtsbewegungen an.
Steigt die Aktie (Basiswert) über den Cap, hätte sich ein Direktinvestition in den Basiswert als gewinnbringender erwiesen.
Fällt jedoch der Kurs des Basiswerts deutlich, werden am Ende der Laufzeit entsprechend Aktien vom Emittenten ausgelifert.
Der ANleger kann dann entscheiden, ob er diese verkauft oder halten will.
Durch den "Risikopuffer" sind anfallende Verluste jedoch geringer als bei einer Direktinvestitionen.

Die Ankauf/Verkaufspanne ist i.d.R. höher als bei Indexzertifikaten.
Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren dagegen fallen nicht an, dies ist ein Vorteil auch gegenüber den Investmentfonds.

Index-Zertifikate
Hier kann der Anlegern an der Wertentwicklung von nationale, europäische oder internationale Indizes teilhaben.
Er erwirbt mit einem Indexzertifikat den Anspruch auf Zahlung eines vom Stand des zugrunde liegenden Index abhängigen Geldbetrages. Indexzertifikate haben i.d.R. eine begrenzte Laufzeit (eine Ausnahme bilden hier die ENdlos-Zertifikate).
Ausgabeaufschläge u. Verwaltungsgebühren werden i.d.R. nicht berechnet.
Zins- und Kuponzahlungen werden nicht geleistet. Bei Zertifikaten auf Performance-Indizes sind zusätzlich auch die Dividenden enthalten.

Endlos-Zertifikate
Genauso wie Index-Zertifikate (Laufzeit: ca. 3-5 Jahre), jedoch ohne Laufzeitbegrenzung.
Zusätzlich zur Veräußerung an den Börsenplätzen/Emittenten kann der Anleger zu bestimmten Zeitpunkten (im Verkaufsprospekt der Emittenten angegeben) seine Zertifikate verkaufen.
Die meisten Endlos-Index-Zertifikate sind in Euro denominiert, so daß ein gewisses Währungsrisiko besteht.

Basket-Zertifikate
Basketzertifikate spiegeln die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienkorbes (Basket) wieder.
Hier kann der Anleger an den zugrundeliegenden Aktien teilhaben, ohne die im Aktienkorb enthaltenen Aktien selbst zu besitzen.
Der Emittent stellt selbst den Basket zusammen (und wählt die Aktien aus).
Nach welchem Kriterien die Aktien ausgewählt erden und welche prozentuale Gewichtung eine einzelne Aktien innerhalb des Baskets selbst einnimmt obliegt dem Emittenten. Der Vorteil zu dem Index/Discount-Zertifikat liegt in der Aktienanzahl, das Risiko wird gestreut.
Basketzertifikate weisen i.d.R. eine begrenzten Laufzeit auf. Basketzertifikate werden in einer bestimmten Verhältnisgröße zu em Basket ausgegeben. Meistens liegen Verhältnisse 1/10 oder 1/100 vor.

Bei Basketzertifikaten wird i.d.R. ein Ausgabeaufschlag erhoben und die Ankauf/Verkaufspanne (Spread) liegt höher als bei Indexzertifikaten. Verwaltungsgebühren können auch anfallen.

Knock-in-Zertifikate
Knock-In Zertifikate sind mit einem zusätzlichen Sicherheitspolster versehen.
Hier sind zum Emissionszeitpunkt die Tilgungsmodalitäten noch unbestimmt. Sie werden im nachhinein bestimmt, wenn das bestimmte Underlying/Basiswert während der Zertifikatslaufzeit mind. einmal eine vorgegebene Kurs- bzw. Knock-In-Schwelle testet (Knock-In-Kriterium).
Durch die Ausstattung bzw. Konstruktion kann man die Knock-In-Zertifikate folgendermaßen unterscheiden:

-Knock-In-Zertifikate, die bei einmaligen Erreichen/Unterschreiten der vorgegebenen Kursschwelle (während der Laufzeit) einen überprozentual hohen Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit geben (zB: Nikkei 225 Zertifikat+Risiko-Bonus von ABN Amro)

-Knock-In-Zertifikate, die bei einmaligen Erreichen/Unterschreiten der vorgegebenen Kursschwelle (während der Laufzeit) einen Mindest-Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit geben (zB: EURO/USD Knock-In-Zertifikat von Commerzbank)

-Knock-In Discount-Zertifikate, wo die Kursschwelle ca. 20-30% unter dem Cap liegt:
Sie bieten sich bei Seitwärtsbewegungen/leicht steigenden Kursen an. Der Anleger bekommt am Bewertungstag den Höchstbetrag zurückgezahlt, auch wenn der Feststellungskurs unter dem Cap liegt. Die Kursschwelle darf jedoch während der Laufzeit kein einziges Mal erreicht/unterschritten worden sein.

Gegenüber den Discount-Zertifikaten wird ein etwas niedrigerer Abschlag gewährt.

Beispielszertifikate:
WGZ-Bank: WGZ-Barrier-Share-Discount-Zertifikate
Commerzbank: Discount-Zertifikate PLUS, Discount-Zertifikate PLUS PRO
Sal. Oppenheim: PROTECT-Discount-Zertifikate

Two-Asset-Discount-Zertifikate/Cheapest-to-Deliver-Zertifikate
Two-Asset-Zertifikate sind mit Two-Asset-Anleihen zu vergleichen, wellche an die Kursentwicklung von zwei Aktien gebunden sind.
Two-Asset Discount-Zertifikaten (TADZ) werden mit einem höherem Discount (Abschlag) gegenüber den beiden Basiswerten ausgegeben.
Der Emittent hat ein 3faches Tilgungsrecht am Laufzeitende und kann bei Fälligkeit sich die günstigste Alternative (niedrigster Wert: Höchstbetrag,Aktienpaket A oder Aktienpaket B) aussuchen, vergleichbar mit den Two-Asset-Anleihen.

Cheapest-to-Deliver Zertifikate (CTDZ) haben als Grundlage zwei Basiswerte, die historisch ähnliche Kursverläufe aufweisen.
Eine der beiden Aktien wird jedoch mit einem deutlich höheren Abschlag angeboten.
Da das Caps gegenüber dem TADZ fehlt, ist das Performancepotential zwar unbegrenzt, jedoch wird bei Fälligkeit das Aktienpaket mit dem niedrigeren Wert dazugegeben.
Cheapest-to-Deliver-Zertifikate eignen sich für Anleger, die mit einer gleichen positiven Kursentwicklung der beiden
Basiswerten rechnen.Nachteil ist, wenn ein Basiswert stark von dem geplanten Kursverlauf abweicht.
Der Risikopuffer (Discount) kann so aufgebraucht werden.

Werden momentan nur von HSBC Trinkaus & Burkhardt ausgegeben:
TADZ - Two-Asset Discount-Zertifikate, CTDZ - Cheapest-to-Deliver-Zertifikate

Bandbreiten-Zertifikate
Bandbreiten-Zertifikate sind für Trades innerhalb von Trading Ranges (Seitwärtstrends) gedacht.
Hier kann der Anleger überproportional innerhalb von einer definierten Kursspanne (Bandbreite) partizipieren.
Befindet sich jedoch am Bewertungstag der festgestellte Schlusskurs unterhalb der TradingRange, so wird durch das Zertifikat lediglich die tatsächliche Kursentwicklung des Underlyings nachgebildet.
Befindet sich das Zertifikat am Bewertungstag über der TradingRange, so erhält der Anleger am Laufzeitende einen festen maximalen Rückzahlungsbetrag, ohne an der weiteren Kurssteigerung teilnehmen zu können.

Beispiels-Zertifikate:
Deutsche Bank: DOUBLE-CHANCE-Zertifikate
Commerzbank: SPRINT-Zertifikate
Dresdner Bank: SPRINTER-Zertifikate
Sal. Oppenheim: KICKSTART-Zertifikate

Reverse-Zertifikate
Reverse-Zertifikate sind die einzigen Zertifikate, wo der ANleger von fallenden Kursen profitieren kann.
Hier kann er mit einer neg. Wertentwicklung des Underlyings Gewinne einfahren.
Sie sind vergleichbar mit Leerverkäufen (shorten) oder Put-Optionsscheinen (wobei hier jedoch kein Zeitwertverlust oder sinkende implizierte Volatilität gegeben ist).

Die Berechnung des Reverse-Zertifikats findet unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses statt:
durch Subtraktion des aktuellen Indexstandes/Aktienkurses von einem vorgegebenen, deutlich über Emissionsniveau liegendem Kurswert, der als Bezugsbasis dient und gleichzeitig als sog. Knock-Out-Schwelle dient.
Sollte das Zertifikat bereits einmalig während der Laufzeit die Knock-Out-Schwelle des Basiswerts erreichen, so führt dies zu einem Totalverlust, da der Wert des Zertifikats nicht negativ werden kann.
Auch besteht im Gegensatz zu den Futures keine Nachkaufpflicht.

Beispiels-Zertifikate:
Commerzbank: TurboBEAR-Zertifikate
ABN AMRO Bank: Short-Zertifikate
BNP Paribas: ListedStockFuture (LSF) Bär-Zertifikate,ListedIndexFuture (LIF) Bär-Zertifikate
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