Dax (18.05.06): Überrascht gewesen ?
Der Dax konnte die letzten Tage mit massiven Kursverlusten aufwarten, was
allerdings nicht allzu überraschend gewesen war.
Seite Ende Januar 2006 war der Dax in einem stetigen Aufwärtstrend, dass eine
Konsolidierung irgendwann kommen würde, lag auf der Hand.
Aus diesem Grund war der Widerstandsbereich bei 5994-6043 Punkten wichtig,
zumal der Dax dabei gleichzeitig im oberen Bereich des Aufwärtstrends notierte.
Daher wurde auf zwei TA-Ansätze hingewiesen, um gerade vor Überrschungsmomenten
geschützt zu sein, wobei ein TA Ansatz (InternalTrendline) im Laufe aufgegeben
wurde und der andere TA-Ansatz (Fibonacci-Fanline) beibehalten wurde und dieser
gerade die letzten Tage vor Überraschungen geschützt hat.
Es folgt nun ein Update der Fibonacci-Fanline\'s und ein Update der normalen TA,
wobei anzumerken ist, dass bereits mit den seit dem 19.4.2006 herausgearbeiteten
Marken weitergearbeitet wird (diese sich nachwievor als vortrefflich bewähren)
Zurück zu den geupdateten Fanlines:

Langfr. Fanline (blau); Mittelfr. Fanlines (braun); Kurzfr. Fanlines (rot)
Wir sehen eine Kumulation 1.Fanline (blau) und der 3. Fanline (rot), was eine
gute Unterstützung darstellt, umso heftiger muss die Durchbrechung dieser bestraft
werden, was dann auch kam.
(Info: die 1. u. 3.Fanline sind als Signalgeber immer die wichtigsten)
Die Verletzung der 2.Fanline (blau;langfr.) ist bedenklich (die Verletzung der
3. blauen Fanline wäre äußerst kritisch), zum Glück hielt die 3.Fanline
(braun;mittelfr.) noch, was eine Verschnaufspause einräumt.
Indikatorenlage:

Auszugsweise einige Indikatoren, die dem Leser nicht schon sagen, was er sowieso
weiß: eindeutige Signale der Trendumkehr sind nicht ersichtlich.
(ich verzichte hier auf auf RSI,Vola,etc.)
Monatschart:

Der Monatschart (bewußt in den letzten Analysen mitaufgenommen) zeigt deutlich
und die Vorahnung, dass der Dax im Widerstandsbereich scheitert.
Der SMA10 (auf Monatsbasis!) könnte sich demnächst bei weiteren Kursverlusten als
klare Unterstützung bestätigen.
Normale EoD-Betrachtung:

Nach Verletzung des langfr. (!) Aufwärtstrend kam es zu einem weiteren Kursverfall,
wobei der DAX am GAP+Unterstützung bei 5585 Punkten einen Rebound hinlegte.
Mit einem Tiefstand von 5587 Punkten war das dies fast eine Punktlandung, auf die
seit Mitte April eingezeichnete Marke.
Zwar hab ich den Trade von ca. 5590 bis ca. 5680 Punkten mitgenommen, was begünstig
wurde die schnelle Imtraday-zeitliche Erholung (V-Formation 9:30-10:00 Uhr), jedoch
muss ich gestehen, dass ich keine Nerven mehr hatte, den Trade noch länger zu halten
und erst recht nicht über Nacht.
Und zwar aus den Gründen, die jetzt im Fazit folgen....
Fazit:
Man war versucht in den letzten 4 Handelstagen auf eine schnelle Erholung hin zu
traden, aber die Börsenweisheit Nie-in-ein-fallendes-Messer zu greifen, hat sich
abermals bewahrheitet.
Der Pullback in der Widerstandszone und die Durchbrechung der Fanline\'s, Chartmarken
und des GD38 brachten ansich schon einen guten SellOut.
Die extrem erhöhte Vola+Umsätze und die Durchbrechung der langfr. Aufwärtstrends
erwischten viele bei dem 2.SellOut auf dem falschen Fuß, was zu einer schwer
kalkulierbaren Komponente führt.
Zwar konnte der DAX mit dem heutigen Tage an den Abwärtstrendtrend stoppen,
wenn ich das prognostizieren darf.
Jedoch liegen noch keine Signale für die Trendumkehr vor.
Hier müssen allein die Verteidigung des GAP\'s, die Unterstützung bei 5585 Punkten
und die Generierung eines Doji\'s erhalten.
Leicht optimistisch stimmt die Verteidigung der Unsterstützungszone bei
5637-5663 Punkten, denn der DAX hat mit 5666 Punkten geschlossen.
Für den morgigen Tag gilt es diese Unterstützungszone zu verteidigen, was den Kampf
um die harte Unterstützung bei 5585 Punkten zur Folge hätte.
Wer zu den Optimisten zählt und auf steigende Kurse setzt, kann vom Erfolg sprechen,
wenn der DAX morgen 5760-5780 Punkten erreicht. Was unrealistisch erscheint.
Wenn es gut laufen sollte, dann würde ich den DAX bei 5690-5742 Punkten einschätzen.
Vorausgesetzt, die UNterstützungszone hält.....
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